Montag, 4. Dezember 2023

„Die falsche Energiewende – Die fatalen Fehler der deutschen Energiepolitik“

 

Schonungslose Analyse: „Die falsche Energiewende – Die fatalen Fehler der deutschen Energiepolitik“, Herbert W. Fischer, 164 Seiten, DCV Verlag, ISBN 978-3-98674-099-3

Herbert W. Fischer: „Wenn der CEO eines Ölkonzerns den Vorsitz einer Klimakonferenz übernimmt, bei der die Dekarbonisierung das Ziel ist, dann hätte es der Bundesregierung besser angestanden, ihre Teilnahme unter Protest abzusagen statt mit mehr als 250 Delegierten nach Dubai zu reisen.“ 

Frankfurt, 4. Dezember 2023 – Die Fokussierung der deutschen Energiepolitik auf elektrischen Strom aus erneuerbaren Energien für Industrie, Gebäude und Verkehr gleichzeitig stellt einen schweren Fehler dar. So lautet die Kernthese des neuen Buches „Die falsche Energiewende – Die fatalen Fehler der deutschen Energiepolitik“ von Herbert W. Fischer (ISBN 978-3-98674-099-3). Die „politische Weichenstellung in Richtung einer Alles-mit-Strom-aus-erneuerbaren-Energien-Strategie, während eine dafür auch nur annähernd ausreichende Stromversorgung überhaupt nicht gewährleistet ist“, stuft Buchautor Herbert W. Fischer als „politisch unverantwortlich“ ein. Er sagt: „Es ist nicht absehbar, wo die Unmenge an Elektrizität herkommen soll, um mit Strom gleichzeitig industrielle Großanlagen zu betreiben, im großen Stil Gebäude zu heizen und immer mehr E-Autos zu laden. Deutschland befindet sich energiepolitisch auf einem Harakiri-Kurs.“

Umstellung wäre in Jahrzehnten möglich, aber nicht binnen weniger Jahre

Energieexperte Herbert W. Fischer rechnet die Fehler in seinem neuen Buch im Detail vor:

 


 

Montag, 18. September 2023

Thema Fundamente

 Fundamente oder Fuß der Windindustrieanlage bestehen aus großen Mengen Stahl und noch größeren Mengen an Beton (Sand, Kies, Zement)

Sand und Kies sollen jetzt zusätzlich besteuert werden, da dieses Material immer seltener wird, die benötigten Mengen sogar noch steigen.

Was es bedeutet ein großes Windrad wie dieses in Wilstermarsch, Schleswig-Holstein, aufzustellen schilderte der NDR:
«"Die oberste Bodenschicht besteht aus VIER METER TORF, die haben wir komplett ausgehoben“, erzählt Philipp Stelljes. Dann folgen noch einmal ZEHN METER KLEI, ein sehr weicher, wasserhaltiger Boden. Das Wasser haben die Techniker ausgepumpt. Dann haben sie Tausende Tonnen Schotter und Sand verlegt, um auf diesem Untergrund zu bauen.»

Rückbau bei Windanlagen, NDR, Panorama3
https://www.youtube.com/watch?v=v6nPLLLUFmQ

 1600t Beton für eine Windanlage
https://max-boegl.de/news/1600-tonnen-beton-fuer-eine-windenergieanlage

 

Beispiele aus Genehmigungsanträgen:
Vestas V 126 3,3MW    1690t Beton

Vestas V 136-4,2 MW

Vestas V 150-4,2 MW  1500t Beton,  130t Stahl

Vestas V 150-5,6 MW

Vestas V 162-5,6 MW

Vestas V 162-6,2 MW

Vestas V 172-7,2 MW

Nordex TS105    1280t Beton  180t Stahl

Nordex TS125     1600t Beton  360t Stahl

Nordex TCS164  1650t Beton   250t Stahl

Nordex N 149 1500t Beton, 130t Stahl

Enercon E125 7,5MW  3500 t Beton


 aus Tichys Einblick 25.12.2923 :

3. Rückbau-Pflicht (§ 35, Absatz 1, Ziffer 5 und Absatz 5, Satz 2 BauGB)
Der Betreiber der WKA ist nach „dauerhafter Beendigung der Nutzung“, also in der Regel nach 20 Jahren (außerplanmäßig eben auch bei einer Beendigung des Betriebs nach Aufhebung des EEG) verpflichtet, die Anlage zurückzubauen und die Bodenversiegelungen zu beseitigen. Das bedeutet, dass die Anlage komplett abgebaut und gesetzeskonform entsorgt werden muss. Darüber hinaus ist das gesamte Fundament (nicht nur ein Teil davon), die Kabel und Trafostationen sowie die Zuwegungen und alle anderen Bodenversiegelungen zu beseitigen. Das Grundstück ist in den Originalzustand wie vor der Nutzung durch die WKA zurückzuversetzen. Das bedeutet auch, dass bei der Beseitigung von Bodenversiegelungen nur Original-Waldboden und nicht gewöhnlicher Humus in die ausgekofferten rückgebauten Zuwegungen usw. eingebracht werden darf, da sich Waldboden mikrobiologisch deutlich von Ackerboden und sonstigem Humus unterscheidet.

4. Der Grundstückseigentümer haftet gesetzlich als „Zustandsstörer“ unbeschränkt für die Kosten des Rückbaus einer Windkraftanlage und der Beseitigung von Bodenversiegelungen, wenn der Pächter (= Betreiber der WKA) seines Grundstücks ausfällt. Der Eigentümer hat dann auf eigene Kosten den Rückbau durchzuführen.
Bodenversiegelungen beeinträchtigen die Trinkwasserversorgung. Sie stellen deshalb juristisch eine sogenannte „Störung“ dar, die beseitigt werden muss. Mit der Insolvenz der Betreibergesellschaft tritt eine „Zustandsstörung“ des Grundstücks ein, da die gesetzliche Rückbauverpflichtung nach BauGB wegen der Insolvenz nicht mehr greift. Für die Kosten der Beseitigung der Zustandsstörung haftet der Grundstückseigentümer jetzt allein und unbegrenzt für die Rückbaukosten abzüglich der völlig inadäquaten geringen Sicherheitsleistung (= meist Bankbürgschaft).


Freitag, 5. Mai 2023

Pressemitteilung 4.2023 Rechenzentren in Windindustrieanlagen

 Rechenzentren in Windindustrieanlagen

Der Gedanke, Hochleistungsrechner in Windrädern zu installieren, ist nicht neu. Bereits im
Februar 2021 betrieb der TV-Streaming Anbieter Zattoo seine Dienste in einem Windrad
von Westfalen Wind in Asseln. Das „Green-IT-Projekt“ hieß „Windcores“. Doch wie sinnvoll
ist es eigentlich, Rechner in Windrädern zu installieren und was soll daran „Green“ sein,
wenn die just im Kopf des Windrades gewonnene Energie aus der Natur im Fuße desselben
sofort wieder verbraucht wird? Hier obendrein für einen mehr als fragwürdigen Zweck,
nämlich „TV-Streaming“, reine Unterhaltung also.

 Es wäre wohl besser, die Menschheit
würde an dieser Stelle erst einmal Verzicht üben und dadurch Energie einsparen. Aber die
IT kann auch anders, ist heutzutage nicht mehr wegzudenken und die Digitalisierung
schreitet weiter voran. Jetzt fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) ein Projekt mit rund 2,5 Millionen Euro, das High-Performance Computing (HPC) in
Windrädern erforschen soll.
Ein Windrad ist ein vom Wind abhängiger, also stark schwankender Stromerzeuger, und ein
Supercomputer bzw. eine Serverfarm ist ein Großverbraucher, der 24/7 unterbrechungsfrei
Strom benötigt. Der Ansatz, den man für private Haushalte durch die Verpflichtung zu
digitalen Zählern jüngst beschlossen hat, nämlich die Energie dann zu verbrauchen, wenn
viel da ist (wenn es windig ist) und umgekehrt, funktioniert daher gerade bei Rechenzentren
nicht, sonst würde z.B. der TV-Stream mitten im Fußballspiel abbrechen. Was also hat man
davon, wenn man diese beiden räumlich kombiniert? 

Man nutzt lediglich das Volumen im
Turm eines Windrades als Bauraum für Rechenzentren. Zu den nicht seltenen Zeiten
geringen Windes muss der Strom dann sowieso aus dem Netz zufließen, z.B. in Form von
Atomstrom aus Frankreich. Dasselbe geschieht traurigerweise übrigens seit eh und je auch
für den Eigenverbrauch eines jeden Windrades (ca. 40.000 kWh pro Jahr), vor allem bei
Flaute. Die Tatsache, dass das Projekt auf die Vernetzung mehrerer mit Computern
bestückter Windräder abzielt und dadurch „die schwankende Energieverfügbarkeit optimal
ausreizen“ will, legt die Unkenntnis offen, dass der Wind ein weiträumiges Naturphänomen
ist, das alle Windräder einer weiten Region völlig synchron betrifft. Da gibt es nichts
auszureizen!
Im Fuße des Windrades wird die schöne grüne Energie dann durch den Supercomputer
direkt verheizt, also in Wärme umgewandelt. Wo bleibt diese Wärme? Sie scheint ja keinen
Nutzen abzubringen, sondern ist sogar ein „limitierender Faktor“, wie es in der Presse hieß.
Wenn die Wärme ungenutzt in die Atmosphäre abgegeben wird, dann tragen Windräder
noch mehr zur Erderwärmung bei, als sie es sowieso schon tun. Warum lässt man den
Supercomputer dann nicht einfach im Rechenzentrum, wo es bereits Konzepte und
Realisierungen für die Nutzung der Abwärme durch Einspeisung in Fernwärmenetze gibt?
https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/abwaerme-aus-rechenzentren-sinnvoll-nutzen/

 
Der Betreiber eines solchen Supercomputers muss sich außerdem Gedanken machen, wie
sicher seine teure und empfindliche Hardware im Windrad ist, wenn 160 Meter über ihr in
einer tonnenschweren Gondel ein Stromgenerator installiert ist, in dessen Getrieben sich
mehrere hundert Liter Öl befinden, die gern mal unlöschbar abbrennen, und an der drei 80
Meter lange Rotoren befestigt sind, die für reichlich mechanische Schwingungen im
Gesamtaufbau sorgen.
Es sind Floskeln zu behaupten, ein solches Projekt „adressiere im besonderen Maße die
Herausforderungen der Energiewende und Digitalisierung“ oder „Wir wollen zeigen, dass
der steigende Energiebedarf der Digitalisierung keine Sackgasse für mehr Nachhaltigkeit
bildet und dass diese Wachstumsbedarfe auch zeitlich und räumlich flexibel durch
regenerative Energien abgedeckt werden können“. Glaubt man diesen Aussagen, dann
erschließt sich daraus immer noch nicht der Vorteil der Symbiose aus Windrad und
Rechner, aus Erzeuger und Verbraucher also. Man kaschiert hiermit den in jeder Hinsicht
sinnvolleren Ausbau der Netze, die derzeit schnell an ihr Limit kommen und die produzierte
Energie oft nicht aufnehmen können sowie unser Unvermögen, elektrische Energie in dem
für eine sinnvolle Nutzung der volatilen Erneuerbaren Energien nötigen, sehr großen
Umfang zu speichern bzw. zu puffern.
Fazit: es kann sich hier nur um eine Werbekampagne für die Windkraft handeln, die der
Bund mit 2,5 Millionen Euro subventioniert, wie es bei der Windkraft ja sowieso in jeder
Hinsicht üblich ist. Der angesprochene „Wirtschaftliche Erfolg der Verschmelzung einer
WEA mit einem Rechenzentrum“ ist übrigens in keinster Weise ein Maßstab für positive
Effekte wie Nachhaltigkeit und Klimaneutralität – ganz im Gegenteil, beflügelt durch die
Motivation eines finanziellen Gewinns lässt sich alles machen, auch wenn es technisch oder
ökologisch keinen Sinn macht.
Bezug:
„Windenergie für Supercomputer“ v. 17.04.23 / NW Lokalteil
„Rechenleistung aus dem Windrad“ v. 23.03.23 / WV Lokalteil
„Aus dem Windrad in die weite Welt“ v. 01.02.21 / WV Lokalteil
Mit freundlichen Grüßen
VERNUNFTKRAFT NRW e.V.

Mittwoch, 8. März 2023

Fakten zur Energie und Windkraft

 Um 1Tonne Alu herzustellen, werden im Schmelzofen rund 14 Megawattstunden Elektrizität verbraucht

In einem Tesla S steckt etwa soviel Lithium wie in ca. 10000 Handys

Bei der Herstellung von 1t Neodym werden ca. 77t CO2 freigesetzt, bei Stahl nur 1,9t.

1 WIA benötigt ca. 8t Kupfer pro MW Leistung

Ein Windradflügel enthält das Balsaholz von ca. 50 Bäumen, 3 Flügel dann 150 Bäume.

Der neue BMW iX enthält ca. 6Kg Kobalt, 10Kg Lithium, 60Kg Kupfer.


 

Unterdeckung der EEG Subventionen im Mai 2026

  Andrea Thoma-Böck informiert über die Unterdeckung der EEG Subventionen, die durch CO2 Einnahmen kompensiert werden sollen, im Monat Mai...